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5 Jul 2010

SMS als moderne Krankheit

Autor: admin | Abgelegt unter: Handy News

Darüber, dass zu häufiges Schreiben von SMS krank machen kann, habe ich erst unlängst berichtet. Das 16-jährige Mädel hatte so viele Kurznachrichten verschickt, dass sich bei ihr ernsthafte Schmerzen in der Handwurzel entwickelt haben, die sich auf den ganzen Arm ausbreiteten.

SMS schreiben als Hilferuf

Die australische Forscherin Jennie Carroll hat nun nachgewiesen, dass das ausgedehnte SMS-Tippen auch psychische Probleme mit sich führen kann. Sie hat zwei Krankheitsbilder genannt: Erstens die Textaphrenie, zweitens Tangst. Dabei handelt es sich um das krankhafte Nachprüfen, ob eine SMS eingegangen ist und um die Selbstzweifel, die bei erkrankten Personen dann auftreten, wenn sie für längere Zeit keine SMS empfangen. Um das möglichst zu verhindern, gehen die Betroffenen zum Koma-Texten über. Das bedeutet, dass sie unendlich viele SMS versenden, um mit den vielen eingehenden Anworten ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

SMS durch persönliche Kontakte ersetzen

Ähnlich wie in Bezug auf den PC bringt das SMS-Tippen also auch eigene Krankheiten mit sich. Wahrscheinlich muss man das akzeptieren, dass neuen Technologien sich schädlich auf den Menschen auswirken können. Ist ja im Grunde in Bezug aud sämtliche Lebensbereiche so. Steigt der Konsum von irgendeinem Produkt überdurchschnittlich an, so kann das negative Folgen haben. Ob es sich da um Lebensmittel oder Technik handelt, ist im Grunde gleichgültig. Carroll jedenfalls rät mehr zu persönlichen Kontakten, um das gefährliche Simsen einzuschränken. Auch handyfreie Zeiten sollen dabei helfen, dem SMS-Zwang entgegenzuwirken.

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