Mal angenommen, ihr seid auf einem riesigen Rockkonzert oder bei einem Fußballspiel und irgendetwas passiert, sodass Panik ausbricht. Nicht immer hat man sich vorher die Rettungswege einwandfrei eingeprägt – ein Verhalten, das fatale Folgen haben kann. Doch selbst wenn man sich diese gemerkt hat, ist man noch lange nicht aus der Gefahrenzone, nur weil man das Gebäude bereits verlassen konnte.
Aus genau diesem Grund hat das Nürnberger Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS das sogenannte REPKA System (Regionale Evakuierung – Planung, Kontrolle und Anpassung) entwickelt, dass dem User im Ernstfall auf dem Handy eine Karte anzeigen soll, auf der ein Weg verzeichnet ist, der sicher von der Unfallstelle fortführt. So entfernt er sich effektiv von der Gefahrenzone – und zwar ohne einfach nur blind den herumirrenden Massen nachzulaufen – und verstopft herannahenden Rettungskräften nicht den Weg und findet die Sammelpunkte ohne Weiteres.
Fraglich bleibt für mich jedoch Folgendes: Sind es nicht eher die Rettungswege innerhalb der Gebäude, die das größere Problem verursachen? Immerhin sind diese besonders eng, manchmal sogar versteckt oder noch schlimmer: blockiert. Oder sie sind bei starker Rauchentwicklung nicht mehr ausfindig zu machen. Zudem: Wer hat bei einer Katastrophe noch die Muße, sein Handy zu zücken und das Programm aufzurufen, wenn es darum geht, um sein Leben zu rennen? Zudem wird das Orten des aktuellen Standpunktes nicht auch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen?
Ist es also eine trügerische Sicherheit, die durch solche Programme vermittelt wird? Naja, die Testphase für das Projekt läuft ja noch. Mehr Infos findet ihr hier.
Tags: Handy Innovationen, Handy Programme, neueste Entwicklungen
Kommentieren